Project Description

MOMÖ

Mosterei- und Brennereimuseum Möhl

Tradition und Gegenwart

Die Herstellung von Most, Apfelwein und Schnaps ist ein uraltes Handwerk. Das Museum zeigt jedoch nicht nur die historischen Aspekte der Verarbeitung und Produktion, sondern gibt den Besucher viele Informationen zu Produktion und Herstellung. Den Möhls ist ein natürliches Produkt spürbar wichtig, die Wertschätzung der Natur lebt daher auch in der Ausstellung. Neben technischen Aspekten der Saftgewinnung wird der Wildbiene und den Menschen, die hinter der gesamten Herstellungskette stehen, der nötige Platz eingeräumt.

Lichtplanung im Museum Möhl

Takeaways aus diesem Projekt

  • Warum baute Möhl ein Museum?

  • Wie schaffen wir mit Licht Spannnung?

  • Interaktives Ausstellungslicht

  • Was sind Farbtemperaturen?

  • Was sind Farbtemperatur-Kontraste?

  • Wie schaffen Projektleuchten Identität?

Projektdetails

Bauherr: Mosterei Möhl AG, Arbon
Architektur: Harder Spreyermann Architekten AG
Architektur Ausführung: Gamisch Architekten GmbH
Szenographie: Aroma AG
Fotografie: Bodo Rüedi Fotografie
Jahr:  2017-2018
Leistungen: Szenisches Licht,
Ausstellungslicht,
Lichtplanung,
Leuchtendesign
Kategorie: Museum, Visitorcenter

Awards

XAVER 2019, Public Award
www.xaver-award.ch


Brand-Ex Award,
Nominee 2020, Architecture, Best Thematic Exhibition
brand-ex.org


Golden Award of Montreux,
Finalist 2019, Spatial Communication
www.goldenawardmontreux.com


Iconic Award,
Winner 2019, Innovativ Architecture
https://www.iconic-world.de

Museum & Besucherzentrum

Tradition & Gegenwart

Warum ein Museum?

Im Kontext zur Landesgeschichte verknüpft die Ausstellung die Firmengeschichte mit der Geschichte des Obstbaus und der Safttradition in der Schweiz.
Die Ausstellung zeigt, wie Innovation und Freude am Produkt zu nachhaltigem Erfolg der Marke Möhl führen

Das Museum bietet ergänzend zur Ausstellung auch Betriebsführungen an. Die Besucher lernen dabei, neben den historischen Gerätschaften die heutigen modernen und imposanten Produktionsanlagen der Firma Möhl kennen. So wird das Museum nebenbei zum Besucherzentrum.
Alle Gäste und Besucher nehmen dabei die Marke Möhl bewusst positiv wahr, sodass jeder ehemalige Besucher bei der nächsten Getränkebestellung im Restaurant genau darauf achtet, von wem der Saft kommt.

Zeitachse Firmengeschichte Möhl

Ausstellungslicht

Interaktivität & Materialität

Inszenierung

Das Ausstellungslicht leitet den Blick des Besuchers. Es hierarchisiert den Raum, d.h. es bestimmt, welche Raumteile bzw. Elemente als Erstes, zweites, etc. wahrgenommen werden sollen. Das Ausstellungslicht arbeitet die Exponate plastisch aus der Dunkelheit heraus, bringt Materialien und Oberflächenbeschaffenheiten perfekt hervor. Durch die starken Hell- und Dunkelkontraste entsteht visuelle Spannung. Die alten Gerätschaften wecken das Interesse und die Lust sich tiefer mit dem Thema zu beschäftigen.

Interaktives Museum

Der «Mostturm» stellt den historischen Saftgewinnungsprozess interaktiv dar. Am Fusse des Turms erhält der Besucher die Aufgabe aus Äpfeln Most zu fabrizieren und diesen in Flaschen abzufüllen.

Dazu muss mittels verschiedener, zur Auswahl stehender Gerätschaften, der Apfel gemahlen bzw. verkleinert, das Ergebnis gepresst und gefiltert werden, um am Schluss den wertvollen Saft in Flaschen füllen zu können. Um den Prozess in Gang zu bringen, kann der Besucher auf dem Spieltisch (interaktiv, von oben auf die Holzoberfläche projiziert) die auf schwarzen Würfeln abgebildeten Maschinen, in der richtigen Reihenfolge an die richtige Stelle platzieren. Wird ein Würfel gerückt, erwacht der Turm aus seinem Dämmerzustand, in diesem die Exponate nur schemenhaft, schwach im Gegenlicht erkennbar sind. Das gewählte Gerät wird im Turm hervorgehoben und erhält durch die Frontbeleuchtung Dreidimensionalität und Materialität. Dem Besucher werden schematisch der Most – Prozess und gleichzeitig die zugehörigen historischen Artefakte vermittelt.

Lernen & Spielen
Interaktive Vitrinenbeleuchtung

Kupfer & Beton

Materialität & Epoche

Kontraste

Architektur und Ausstellung werden von drei prägenden Materialien dominiert. Sichtbeton, Holz und Kupfer. Alte wie neue Brennereiapparaturen sind aus Kupfer oder Messing gefertigt. Bei den alten Gerätschaften ist die Handarbeit an kleinen Unregelmässigkeiten abzulesen. Das warme, lebendige Metall bildet einen reizvollen Kontrast zum harten, perfekt geformten Beton.

Diesen Dualismus haben wir mit einem Farbtemperaturkontrast zusätzlich verstärkt. Boden und Betonelemente werden mit neutralen Farbtemperaturen (4000 K), Kupfer- und Holzelemente mit warmen (2700 K) beleuchtet. Damit arbeiten wir nicht nur die Materialien stärker heraus, sondern betonen gleichzeitig den Epochen – Kontrast, historisch zu kontemporär.

Farbkontraste setzen wir in unseren Lichtkonzepten gern als subtiles Stilmittel zur Differenzierung ein bzw. als Instrument, um mehr Dynamik im Raum zu schaffen.

Architektur- und Ausstellungsbeleuchtung

Projektleuchten

Dekorativ & technisch

Leuchtenentwicklungen

Was bringen projektspezifische Leuchten? Und warum nicht einfach nur mit Standardleuchten arbeiten?

Projektspezifische Leuchten ergänzen das Lichtkonzept. Auf die Architektur, den Ort und Bauherrn abgestimmt, stellen sie ein hervorragendes Medium dar, um dem Besucher die Einzigartigkeit des Ortes zu vermitteln.

Neben dekorativen Leuchten sind es technische Leuchten, die von uns auf eine spezifische Beleuchtungsaufgabe angepasst oder gänzlich neu entwickelt werden. Das Vorgehen unterscheidet sich grundsätzlich zwischen der Entwicklung technischer und dekorativer Leuchten.

Kronleuchter im Eingang Tag
Grauplan Besucherzentrum Möhl

Der Kronleuchter

Der Kronleuchter ist ein klassisches Element. Er hat neben dem funktionalen Aspekt den Raum zu erhellen, auch eine zentrale, gestalterische bzw. dekorative Aufgabe. Er ist Schmuck und Eyecatcher gleichermassen und verleiht dem Raum Identität, er wurde eigens für dieses Projekt entwickelt.

Abends, nach Ende des Museumsbetriebs, finden in der Eingangshalle kleine Abendveranstaltungen mit Livemusik und einer Bar statt. Dazu suchten die Szenographen nach Bildern für Ihre abendliche Markstimmungen. Der 18 m lange Leuchter erinnert daher an Lichtergirlanden, die an Nachtmärkten über die Verkaufsstrassen gespannt werden.

Daneben zitiert er Formsprache und Materialität der in der Ausstellung gezeigten Exponate, seine kubische Konstruktion wiederum, vereint ihn mit der klaren Architektur.

Links: Grauplan Eingangshalle

MOMÖ

Mosterei- und Brennereimuseum Möhl

Tradition und Gegenwart

Die Herstellung von Most, Apfelwein und Schnaps ist ein uraltes Handwerk. Das Museum zeigt jedoch nicht nur die historischen Aspekte der Verarbeitung und Produktion, sondern gibt den Besucher viele Informationen zu Produktion und Herstellung. Den Möhls ist ein natürliches Produkt spürbar wichtig, die Wertschätzung der Natur lebt daher auch in der Ausstellung. Neben technischen Aspekten der Saftgewinnung wird der Wildbiene und den Menschen, die hinter der gesamten Herstellungskette stehen, der nötige Platz eingeräumt.

Museum & Besucherzentrum

Tradition & Gegenwart

Warum ein Museum?

Im Kontext zur Landesgeschichte verknüpft die Ausstellung die Firmengeschichte mit der Geschichte des Obstbaus und der Safttradition in der Schweiz.
Die Ausstellung zeigt, wie Innovation und Freude am Produkt zu nachhaltigem Erfolg der Marke Möhl führen

Die Ausstellung zeigt, wie Innovation und Freude am Produkt zu nachhaltigem Erfolg der Marke Möhl führen.
Das Museum bietet ergänzend zur Ausstellung auch Betriebsführungen an. Die Besucher lernen dabei, neben den historischen Gerätschaften die heutigen modernen und imposanten Produktionsanlagen der Firma Möhl kennen. So wird das Museum nebenbei zum Besucherzentrum.
Alle Gäste und Besucher nehmen dabei die Marke Möhl bewusst positiv wahr, sodass jeder ehemalige Besucher bei der nächsten Getränkebestellung im Restaurant genau darauf achtet, von wem der Saft kommt.

Ausstellungslicht

Interaktivität & Materialität

Inszenierung

Das Ausstellungslicht leitet den Blick des Besuchers. Es hierarchisiert den Raum, d.h. es bestimmt, welche Raumteile bzw. Elemente als Erstes, zweites, etc. wahrgenommen werden sollen. Das Ausstellungslicht arbeitet die Exponate plastisch aus der Dunkelheit heraus, bringt Materialien und Oberflächenbeschaffenheiten perfekt hervor. Durch die starken Hell- und Dunkelkontraste entsteht visuelle Spannung. Die alten Gerätschaften wecken das Interesse und die Lust sich tiefer mit dem Thema zu beschäftigen.

Interaktive Vitrinenbeleuchtung

Interaktives Museum

Der «Mostturm» stellt den historischen Saftgewinnungsprozess interaktiv dar. Am Fusse des Turms erhält der Besucher die Aufgabe aus Äpfeln Most zu fabrizieren und diesen in Flaschen abzufüllen.

Dazu muss mittels verschiedener, zur Auswahl stehender Gerätschaften, der Apfel gemahlen bzw. verkleinert, das Ergebnis gepresst und gefiltert werden, um am Schluss den wertvollen Saft in Flaschen füllen zu können. Um den Prozess in Gang zu bringen, kann der Besucher auf dem Spieltisch (interaktiv, von oben auf die Holzoberfläche projiziert) die auf schwarzen Würfeln abgebildeten Maschinen, in der richtigen Reihenfolge an die richtige Stelle platzieren. Wird ein Würfel gerückt, erwacht der Turm aus seinem Dämmerzustand, in diesem die Exponate nur schemenhaft, schwach im Gegenlicht erkennbar sind. Das gewählte Gerät wird im Turm hervorgehoben und erhält durch die Frontbeleuchtung Dreidimensionalität und Materialität. Dem Besucher werden schematisch der Most – Prozess und gleichzeitig die zugehörigen historischen Artefakte vermittelt.

Lernen & Spielen

Kupfer & Beton

Materialität & Epoche

Kontraste

Architektur und Ausstellung werden von drei prägenden Materialien dominiert. Sichtbeton, Holz und Kupfer. Alte wie neue Brennereiapparaturen sind aus Kupfer oder Messing gefertigt. Bei den alten Gerätschaften ist die Handarbeit an kleinen Unregelmässigkeiten abzulesen. Das warme, lebendige Metall bildet einen reizvollen Kontrast zum harten, perfekt geformten Beton.

Diesen Dualismus haben wir mit einem Farbtemperaturkontrast zusätzlich verstärkt. Boden und Betonelemente werden mit neutralen Farbtemperaturen (4000 K), Kupfer- und Holzelemente mit warmen (2700 K) beleuchtet. Damit arbeiten wir nicht nur die Materialien stärker heraus, sondern betonen gleichzeitig den Epochen – Kontrast, historisch zu kontemporär.

Farbkontraste setzen wir in unseren Lichtkonzepten gern als subtiles Stilmittel zur Differenzierung ein bzw. als Instrument, um mehr Dynamik im Raum zu schaffen.

Architektur- und Ausstellungsbeleuchtung

Projektleuchten

Dekorativ & technisch

Leuchtenentwicklungen

Was bringen projektspezifische Leuchten? Und warum nicht einfach nur mit Standardleuchten arbeiten?

Projektspezifische Leuchten ergänzen das Lichtkonzept. Auf die Architektur, den Ort und Bauherrn abgestimmt, stellen sie ein hervorragendes Medium dar, um dem Besucher die Einzigartigkeit des Ortes zu vermitteln.

Neben dekorativen Leuchten sind es technische Leuchten, die von uns auf eine spezifische Beleuchtungsaufgabe angepasst oder gänzlich neu entwickelt werden. Das Vorgehen unterscheidet sich grundsätzlich zwischen der Entwicklung technischer und dekorativer Leuchten.

Der Kronleuchter

Der Kronleuchter ist ein klassisches Element. Er hat neben dem funktionalen Aspekt den Raum zu erhellen, auch eine zentrale, gestalterische bzw. dekorative Aufgabe. Er ist Schmuck und Eyecatcher gleichermassen und verleiht dem Raum Identität, er wurde eigens für dieses Projekt entwickelt.

Abends, nach Ende des Museumsbetriebs, finden in der Eingangshalle kleine Abendveranstaltungen mit Livemusik und einer Bar statt. Dazu suchten die Szenographen nach Bildern für Ihre abendliche Markstimmungen. Der 18 m lange Leuchter erinnert daher an Lichtergirlanden, die an Nachtmärkten über die Verkaufsstrassen gespannt werden.

Daneben zitiert er Formsprache und Materialität der in der Ausstellung gezeigten Exponate, seine kubische Konstruktion wiederum, vereint ihn mit der klaren Architektur.

Takeaways aus diesem Projekt

  • Warum ein Unternehmensmuseum bauen?

  • Wie schaffen wir mit Licht Spannnung?

  • Interaktives Ausstellungslicht

  • Was sind Farbtemperaturen?

  • Was sind Farbtemperatur-Kontraste?

  • Wie schaffen Projektleuchten Identität?

Projektdetails

Bauherr: Mosterei Möhl AG, Arbon
Architektur: Harder Spreyermann Architekten AG
Architektur Ausführung: Gamisch Architekten GmbH
Szenographie: Aroma AG
Fotografie: Bodo Rüedi Fotografie
Jahr:  2017-2018
Leistungen: Szenisches Licht,
Ausstellungslicht,
Lichtplanung,
Leuchtendesign
Kategorie: Museum, Visitorcenter

Awards

XAVER 2019, Public Award
www.xaver-award.ch


Brand-Ex Award,
Nominee 2020, Architecture, Best Thematic Exhibition
brand-ex.org


Golden Award of Montreux,
Finalist 2019, Spatial Communication
www.goldenawardmontreux.com


Iconic Award,
Winner 2019, Innovativ Architecture
https://www.iconic-world.de